Grenzen des Rechts

Der Richterratschlag ist eine jährliche Veranstaltung, die Richterinnen und Richtern, Staatsanwältinnen und Staatsanwälten Gelegenheit gibt, die tatsächlichen Grundlagen ihrer Arbeit und ihr professionelles Selbstverständnis im demokratischen und sozialen Rechtsstaat kritisch zu überdenken. Um dabei möglichst für alle offen zu sein, verzichtet der Richterratschlag bewusst auf eine feste Organisationsstruktur. Die Vorbereitungsgruppe hat das diesjährige Generalthema „Grenzen des Rechts“ gewählt, um ein Nachdenken über den gesellschaftlichen Standort des Rechts und der Justiz in einer sich globalisierenden Welt neu anzustoßen. Dabei geht es neben der klassischen Frage nach den Grenzen rechtlicher Regelungen und ihrer Wirksamkeit und den Alternativen zum Recht in einer veränderten Welt auch um das Problem, wie Gesetzesbindung gegen die Eigensinnigkeiten einer Organisation Justiz unter verschärftem Effizienzdruck gewährleistet werden kann.

Als Hauptreferenten werden sprechen:

Prof. Dr. Dr. h.c. Ortwin Renn (Lehrstuhl für Technik- und Umweltsoziologie, Direktor des „Zentrum für Interdisziplinäre Risikoforschung und nachhaltige Technikentwicklung“ (ZIRN) am Internationalen Zentrum für Kultur- und Technikforschung (IZKT) der Universität Stuttgart) und

Christine von Weizsäcker („die zentrale Persönlichkeit der ‚Civil Society’ in den Verhandlungen zum Cartagena Protokoll über biologische Sicherheit und weit darüber hinaus“ – Klaus Töpfer).